[lang_de]Back In Ho Chi Minh City[/lang_de][lang_en]Back In Ho Chi Minh City[/lang_en]

August 26th, 2008

[lang_de]

The Fall of Saigon - Ho Chi Minh City was born

The Fall of Saigon - Ho Chi Minh City was born

In HCMC bekamen wir gleich ein schoenes 10 $ Zimmer bei einer lieben Familie aufgeschwatzt. Die Familie selbst schlaeft in der Lobby im Zwischenstock auf dem Steinboden waehrend wir im Vergleich dazu die Kingsuite bekommen ;) Abendgegessen wurde im Thaj Mahal – einem sehr zu empfehlenden Halal Inder in der Backpacker Zone!

Am 2ten Tag gings zuerst zum grossen Markt und spaeter zum Milwaukee Grill auf einen Burger mit 1 Liter frischen Erdbeersaft. Da die Chrisi so zach war, kehrten wir kurz danach im Highlands Coffee ein, um dort 3 Stunden Internet zu surfen :P Danach gings zum Postamt um abschliessend zu shoppen, wo sich die Chrisi rote Converse kaufte. Essen gabs am Nightmarket und dann gings heim.

DJ Samurai und sein cooler Shop

DJ Samurai und sein cooler Shop

Der 3te Tag verlief wieder eher unspektakulaer, wir gingen wieder shoppen und verjuxten unsere letzten Dong. Ich goennte mir ein paar laessige T-Shirts, coole Holz!guertel, eine Haengematte und einen Lonley Planet ueber Kuba. Gegessen wurde wieder mal im Thaj Mahal ;)

Morgen gehts um 7 Richtung Flughafen und von dort um 9:00 nach Singapur. Dort bleiben wir einen Tag und dann gehts ueber Dubai heimwaerts! HAUM :( [/lang_de]

[lang_de]Hoi An[/lang_de][lang_en]Hoi An[/lang_en]

August 26th, 2008

[lang_de]

Morgengymnastik

Morgengymnastik

Ranzig und verlaust kamen wir in Hoi An an und wurden sogleich von einem Vietnamesen mit Namensschildchen begruesst und anschliessend in ein Taxi verfrachtet, welches uns dann in das reservierte Hotel brachte. Nach einem zuckersuessen Willkommensdrink wurde unser Gepaeck sogleich ins fuer uns vorgesehene Zimmer getragen. Als sie uns den Preis mitteilten, stellten sich gleich alle Krausbirnen auf: 30 $! Wir drueckten den Preis schliesslich auf 10 $ herunter, aber nachdem die Stimmung immer unsympathischer wurde, suchten wir das Weite. Wenige 100 Meter weiter fanden wir schiesslich ein viel besseres Hotel, wo uns andere Gaeste bereits Thumbs Up deuteten und uns das Hotel empfahlen: zentraler, groesserer Pool, Internet on the Room (suchtel), freundlichere Bedienung, free lecker Breakfast, etc. Sogleich gings in den erfrischenden Hotelpool und danach zum koestlichen (aber teuren) Inder.

Prost

Prost

Diesmal verjuxte ich ein bisschen mehr Geld in Hoi An als beim letzten Mal: eine wunderschoene rote Seidenkrawatte, 1 massgeschneiderte Hose und 2 massgeschneiderte vietnamesische Hemden belasten mein Reisegepaeck nun zusaetzlich :) Die Chrisi liess sich auch nicht lumpen und erfreut sich nun an einem Schildkroetenrock und einem schwarz-weissen Blumenrock. Gute Qualitaet, guenstiger Preis, massgeschneidert und die Schneidermaxis brauchen nur wenige Stunden, was will man mehr :)

Feiner Herr mit Krawatte

Feiner Herr mit Krawatte

Um 17:30 gings dann wiedermal mit einem aeusserst ranzigen Nachtbus nach Nha Trang, um von dort aus weiter nach Ho Chi Minh City zu fahren. Im Bus wars ziemlich ungemuetlich und die Fahrer machten auch keinen vertrauenserweckenden Eindruck. Ein Chauffeur stellte sich vor der Fahrt gleich ein Bierchen rein und ein anderer wurde mitten in der Nacht unsanft aufgweckt, torkelte schlaftrunken nach vorn, lief eine Runde um den Bus, sackte danach in den Fahrersitz und holter die Polter gings rumplig und schnell weiter Richtung Nha Trang. Dort goennten wir uns ein kleines Fruehstueck und um 8:00 gings ueber Mui Ne weiter nach Ho Chi Minh City, wo wir am Sonntag (24.08.2008) um ca. 18:00 ankamen.[/lang_de]

[lang_de]Le Nin[/lang_de][lang_en]Le Nin[/lang_en]

August 26th, 2008

[lang_de]

Echter Vietnamesischer Obstverkaeufer

Echter Vietnamesischer Obstverkaeufer

Zurueck in Ha Noi gehts zuerst einmal auf Hotelsuche. Nachdem wir mittlerweile so verwoehnt sind, schauten wir nach 3 billigen Spelunken wieder zu unserem 25 $ Hotel, bei dem gerade fleissig renoviert wird. Diesmal gabs nichtmal TV, da die Hotelwullis in der Lobby einen neuen Fernseher haben und deshalb unser TV-Kabel gefuxt hatten. Da wir ihnen die Fernsehfreude nicht nehmen wollten, liesen wir ihnen das Kabel und enjoiten halt nur Internet on the Room. Ausserdem buchten wir fuer viel zu teure 52 Dollar einen Bus nach Ho Chi Minh City mit Zwischenstop in Hoi An. Da wurden wir wiedermal ordentich reingelegt, weil wir uns nichtmal wie versprochen die Sitze aussuchen konnten ;)

Mein Freund Le Nin

Mein Freund Le Nin

Am naechsten und letzten Tag in Ha Noi gingen wir ein bisschen shoppen und ich wollte zum Revolutionsmuseum schauen. Da dieses falsch eingezeichnet war, konnte ich stattdessen wenigstens noch meinen guten Freund Lenin besuchen :) Das Museum ging sich dann aber leider nicht mehr aus :( Am Abend gings dann in einem ranzigen Nachtbus nach Hoi An.[/lang_de]

[lang_de]Ha Long Bay[/lang_de][lang_en]Ha Long Bay[/lang_en]

August 23rd, 2008

[lang_de]

Captain Blaubaer hat alles im Griff

Captain Blaubaer hat alles im Griff

Am Dienstag (19.08.2008) gings dann nach einer koestlichen Nudelsuppe (mit Schnecken) in einem kleinen Bus auf nach Ha Long Bay City. Dort wurden wir mit ueber 10 franzoesischen Pfadfindern in ein liebes Booetle verfrachtet, wo wir sogleich unser Mittagessen serviert bekamen. Dann setzten wir Kurs in Richtung Cat Ba Island, wo die meisten Touristen ausstiegen, um auf der Insel zu uebernachten.

Ha Long Bay

Ha Long Bay

Wir fuhren dann weiter die schoenen Miniinseln entlang, um am Abend eine Runde Kajak zu fahren. Wir paddelten um die herrlichen Inseln und blieben schliesslich in einer Hoehle stecken ;) Zum Glueck konnten wir wieder unbeschadet hinausmanoevrieren und genossen unser Abendessen bzw. spaeter den schoenen Sternenhimel bzw. das darauffolgende herrliche Gewitter.

Don

Don

Am naechsten Tag gings wieder zurueck durch die malerischen Landschaften in Richtung Hanoi. Der Captain machte der Chrisi stets schoene Augen, doch sie fuerchtete sich vor ihm! Auf dem Rueckweg lernten wir den netten 22jaehrigen Don kennen, einem Studenten der als Assistenzguide arbeitet und gerade English lernt.[/lang_de]

[lang_de]Gefangen in Hanoi[/lang_de][lang_en]Gefangen in Hanoi[/lang_en]

August 22nd, 2008

[lang_de]

Schlaubi Schlumpf ganz arm und krank

Schlaubi Schlumpf ganz arm und krank

Da wir uns am Montag nach dem “Sapa Urlaub” wieder treffen wollten, hatte ich bereits ein 2Bettzimmer im billigen Guesthouse reserviert, indem Chrisi bereits auf mich wartete. Ich stapfte in den 4ten Stock und erblickte in einem schimmligen, 185cm kleinem Raum die furchtbar kranken Chrisi (Dengue Fieber oder ein anderer Virus). Am Abend gingen wir noch auf ein Bier und ein koestliches Essen mit den 3 Oesterreichern um anschliessend im Schimmelpalast zu knacken.

Fuetterungszeit

Fuetterungszeit

Da sich Chrisis Zustand nicht verbesserte und uns der Hotelier trotz mehrmaliger Zuversicherungen kein anderes Zimmer geben wollte, gingen wir am naechsten Tag zuerst ins Krankenhaus und wechselten dann in ein schoeneres Hotel, in dem wir dann die naechsten 5 Naechte verbrachten. Da wir nun unsere Visa verlaengern mussten, geht sich nun der Laos und Malaysia Trip leider nicht mehr aus und wir beschliessen, spaeter wieder in den Sueden von Vietnam zu reisen.

Uncle Hos Mausoleum

Uncle Ho Mausoleum

Im Prizip passierte in den 6 Tagen nicht allzuviel, Chrisi lag die meiste Zeit arm und krank im Bett (haum) und meine mittlerweile schwach lodernde Motivation wurde nur noch von den revolutionaeren und kommunistischen Sehenswuerdigkeiten angefacht. So besuchte ich am naechsten Tag meinen geliebten Onkel Ho und sein wunderschoenes Museum.

Alle Mann auf die Gefechtsstationen!

Alle Mann auf die Gefechtsstationen!

Ein netter Motomann brachte mich dann ins Ethnic Museum und danach zu einigen wunderschoenen Kriegsschauplaetzen, mit Wrackteilen von imperialistischen B-52 Bombern und siegreicher vietnamesischer Artillerie. Ausserdem besuchte ich das Gefaengnis, in welchem einst der aktuelle republikanische Praesidentschaftskandidat schmorrte – ach, warum haben die lieben Vietnamesen nicht einfach den Schluessel zu seiner Zelle weggeworfen?

Nur ein zerstoerter B-52 ist ein guter B-52

Nur ein zerstoerter B-52 ist ein guter B-52

In den restlichen Tagen deckte ich mich mit allerlei revolutionaeren Goodies ein, zum Beispiel einer wunderschoenen roten Flagge mit Hammer und Sichel, noch dazu zu einem wahrlich kommunistischen Preis :) Ansonsten tat sich die 6 Tage kaum etwas erwaehnenswertes: Lange Schlafen, Fruehstuecken, durch die Stadt spazieren, Essen gehen, shoppen, …

Hammer & Sichel

Viva La Revolución!

Da das Dengue Fieber fast abgeklungen war, buchten wir am Montag schliesslich einen 2-Tages Trip nach Ha Long Bay, da das Wetter fuer einen erneuten Sapa Trip nicht allzurosig aussah. Ausserdem buchten wir einen neuen Flug von Ho Chi Minh City nach Singapur, also muessen wir nun wieder in den Sueden von Vietnam reisen :) [/lang_de]

[lang_de]Schwimmen macht Spass[/lang_de][lang_en]Schwimmen macht Spass[/lang_en]

August 12th, 2008

[lang_de]

armes Schwein

Armes Schwein

Verschwitzt wurden wir gegen 20:00 bei der Hotelrezeption abgeholt und mit ca. 7 anderen Urlaubern zum Bahnhof gebracht. Dort gings dann wie immer drunter und drueber, da der eine Guide nicht wusste was der andere tat … eine Stunde spaeter sassen bzw. lagen wir dann endlich in unserem “Hard-Sleeper” Abteil. Bei der vietnamesischen Bahn gibts sozusagen 4 Klassen: Hard Seats = Holzbaenke, Soft Seats = normale Sitze wie z.b. bei der OEBB, Hard Sleeper = 6er Abteil mit duennen, aber bequemen Matratzen, Soft Sleeper = 4er Abteil mit ganz weichen Matrazen… in unserem Zug gabs dann noch ein paar Schnoeselgarnituren mit luxurioesen 2er Abteilen inkl. noblem Speisewagoon fuer Reiche.

Ga Yen Bai

Ga Yen Bai Suchbild - wer findet den Fehler?

Um ca. 21.45 fuhr der Zug dann ab und mit einem gemuetlichen Bierchen in der Hand gings ab in Richtung Sapa. Wir erklaerten unseren beiden vietnamesischen Mitreisenden (duerfte ein Ehepaar gewesen sein) wo Oesterreich liegt, unterhielten uns noch ein bisschen mit Haenden und Fuessen und dann wurde geknackt.

Schoene Bescherung

Schoene Bescherung

Um ca. 2:00 frueh wachten wir auf und bemerkten, dass der Zug im Bahnhof von Yen Bai stehengeblieben war. Wir wunderten uns, warum der Zug bloss so lange im Bahnhof stehen bleibt und schliefen schliesslich weiter. In der Frueh gings dann eh schon hektisch zu am Bahnhof, einige Leute waren ausgestiegen und eilten am Bahnhof umher. Die Schaffnerinnen konnten kein Englisch, deuteten uns aber, im Zug zu bleiben. Von anderen Touristen hoerten wir schliesslich einige vage Informationen, von wegen dass es auf der Strecke vor uns einen Erdrutsch auf die Bahnstrecke gegeben haben soll und hinter uns ein Unfall passiert sein soll, weshalb der Zug nun in Yen Bai steht. Aber sobald alles wieder passt wird er zurueck nach Hanoi fahren.

Strasse vorm Bahnhof

Strasse vorm Bahnhof

Unsere 2 Kabinengenossen deuten uns mit den Haenden wie gross ich bin und dann bis zu meinen Schultern… und dann machten sie sich aus dem Staub. Da wir kaum Informationen hatten, die Schaffnerinnen uns deutete, im Zug zu bleiben und wir uns auch dachten, dass der Zug bald wieder zurueck nach Hanoi fahren wuerde, blieben wir brav im Zug und versuchten, englischsprachige Mitreisende aufzutreiben.

Geschaefte im Wasser

Geschaefte im Wasser

Schliesslich stiegen wir doch aus und sahen die Bescherung. Die Strasse hinterm Bahnhofsgebaeude stand bereits unter Wasser! Die Schienen und Bahnsteige auf der anderen Seite sowie die Geschaefter waren allerdings noch trocken und nachdem uns gesagt wurde, dass das Wasser bald wieder zurueck gehen wuerde und der Zug am Abend zurueck nach Hanoi fahren wird, machten wir uns weiter keine Sorgen, kauften uns ein paar Broetchen und setzten uns wieder in den Zug.

Lokfuehrer

Ich bin der neue Lokfuehrer, tut tut!

Die Zeit verging und schoen langsam wurde ersichtlich, dass das Wasser nicht zurueckgehen wird. Im Gegenteil, die Geschaefter vorm Bahnhof standen immer mehr im Wasser, die Schweine, welche sich ins Trockene gerettet haben, fluechteten immer weiter Richtung Bahnhofsgebaeude und zwischen den Gleisen stand auch schon etwas Wasser. Die ersten Touristen fluechteten die Schienen entlang in beide Richtungen. Da wir keine sicheren Informationen hatten blieben wir im Zug bzw. im Bahnhofsgebaeude. Mittlerweile konnte man beobachten, wie das Wasser auch schon die Schienen entlang hinabfloss und stetig stieg.

Leute fluechten ueber die Schienen

Leute fluechten ueber die Schienen

Sicherheitshalber holten wir uns noch Wasserflaschen und Broetchen von den bereits knoecheltief unter Wasser stehenden Geschaeftern. Als Mittagessen gabs trockenen Reis mit Mais, den Frauen im Zug fuer 35.000 Dong pro Portion verkauften – nicht sehr befriedigend, aber ansonsten gabs rund ums derweil noch halbwegs trockene Bahnhofsareal nur Brot, Kekse und Chips ;) Von aussen sahen wir, dass die feinen Leute vom Schnoeselabteil gerade bei einem Glaeschen Rotwein sassen und wohl gerade Mittagessen bekamen…

Evakuierung

Evakuierung

Die Situation wurde von Minute zu Minute unangenehmer, die Klos im Zug waren komplett verstopft, das Wasser auf den Schienen stieg und stieg, Faekalien und Dreck schwamm in der Bruehe und Touristen stapften mit vollem Gepaeck vom einen zum anderen Ende des Bahnhofs. Nussschalen und kleine Boote pendelten zum Bahnsteig bzw. zum Haupteingang, und ein paar Leute liessen sich von ihnen abtransportieren. Wir trafen ein Schweizer Paerchen, welches uns erzaehlte, dass sie sich einer Reisegruppe anschliessen wollen, deren Guide einen Abtransport organsiert haben soll. Wir packten unser Gepaeck und folgten ihnen zum Bahnhofsgebaeude, wo bereits 100e Reisende auf ein Boot warteten. Keiner wusste wohin, aber die meisten wollten schleunigst weg. Viele andere Reisende hingegen versicherten uns, die Nacht unter allen Umstaenden im Zug verbringen zu wollen.

Ab ins Hotel

Ab ins Hotel

Nach einer halben Stunde gingen wir zu den Bahnsteigen, da dort ebenfalls Boote umherpendelten. Die Schweizer wurden von einer Nussschale abtransportiert, und wir warteten hier eine weitere halbe Stunde. Im Zug sassen noch sehr viele Leute, vor allem weigerten sich die meisten Reisenden aus den Luxuswagoons, auszusteigen. Der Dieselgenerator des Zuges werkte noch fleissig um die Zugabteile mit Strom zu versorgen und die Klimaanlagen zu betreiben, allerdings musste der Strom in den Luxusabteilen abgestellt werden, da dieser schon zu weit im Wasser stand. Da kein Boot mehr kam, machten wir uns mit dem Kellner von der Luxusgarnitur (der konnte Englisch) zum Bahnsteig auf und er organisierte uns ein Boot zu einem nahegelegenen Hotel, welches allerdings auch unter Wasser stand.

Fahrradfahren im Wasser

Fahrradfahren im Wasser

Elegant gleitete das Boot in die Hotelrezeption, die bereits bis zum Rezeptionstisch unter Wasser stand und wir gingen die Treppen hinauf in den 3ten Stock. Das Hotel war sogar relativ schoen, wir bekamen ein riesiges 5 Bettzimmer mit Balkon und schoenem Ausblick ueber die ueberflutete Strasse und den Bahnhof. Vom Dach des Hotels sah man auf der anderen Seite den reissenden Fluss, von dem wir nicht allzuweit weg waren. Strom gab es zwar keinen mehr, aber in den Wassertanks befand sich anscheinend noch genuegend Wasser fuer eine dringend noetige Dusche.

Red River

Red River

Ein wenig spaeter kamen 2 amerikanische Familien mit insgesamt 5 kleinen Kindern im Hotel an, die 2 Zimmer neben uns belegten. Als Abendessen bekamen wir 2 Packungen koestliche Muffins mit Cremefuellung, jeder 6 Stueck, die wir uns gut einteilten, da wir ja nicht wusste, wanns das naechste mal was zu Essen gibt. Im ganzen Haus stank es nach Diesel und Benzin, vermutlich aufgrund der vielen untergegangen Motos, deren Treibstoffe sich nun in die Fluten mischten. Bis zur Daemmerung wurden noch viele Leute evakuiert und mit den Booten vom Bahnhof abtransportiert. Die meisten Vietnamesen hatten allerdings ihren Spass in den Fluten, so fuhren einige mit dem Fahrrad durch die ueberschwemmten Strassen oder liessen sich, an Styroporboxen geklammert, die Strasse hinabtreiben.

Strasse am 2. Tag

Strasse am 2. Tag

In der Nacht regnete es die meiste Zeit aeusserst heftig und einmal hoerte man die Schweine vom Bahnhof laut quieken. Am naechsten Tag war der Wasserstand bestimmt um 1 Meter hoeher und er Stieg von Stunde zu Stunde. Die Leute, die im Zug ausgeharrt haben, bekommen spaetestens jetzt nasse Fuesse. Zu Mittag gabs dann koestliche Instantnudeln, ueber die wir uns wie die Barbaren stuerzten.

Geschaeft vorm Bahnhof 2. Tag

Geschaeft vorm Bahnhof 2. Tag

David – Investmentbanker und Familienoberhaupt einer der 2 Familien nebenan – erzaehlt uns, dass in den naechsten 2 Stunden ein Boot kommen wird, welches ihn und seine Familie rausholen werde, eventuell sei noch Platz fuer uns. Ausserdem gaben wir ihm unsere Namen und Passnummern, die sein Kollege an die oesterreichische Botschaft weiterleitete.

Lieferwaegen

Lieferwaegen

Nach einigen Stunden kam dann tatsaechlich ein kleiner Vietnamese auf einem Boot, um uns da rauszuholen. Da es sich um eine kleine Nussschale handelte, fur diese 4 mal, um uns Stueck fuer Stueck ins Trockene zu bringen. Zuerst gings durch die mit Wasser angefuellte Rezeption und dann die Strasse entlang. Die Vietnamesen rund um uns im Wasser oder auf ihren Balkons schienen ihre Freude zu haben und winkten uns froehlich zu. Einer stand im Wasser und schreite mir auf Deutsch zu: Schwimmen! Schwimmen macht Spass! Nach ca. 1 km kamen wir schliesslich zu einer hoehergelegenen Strasse, wo bereits ein Menschenauflauf auf uns wartete.

Unser Zug

Unser Zug

Nobel wurden wir von einem Auto abgeholt – alle anderen Touristen wurden in einen Bus gesteckt – und einige km weiter in ein schoenes Hotel gefahren. Nachdem das Hotel voll war, verabschiedeten wir uns von Dave und den Anderen und wurden 5 km weiter in ein anderes schoenes Hotel gesteckt. Ein ziemlich kitschiges Hotel mit Wendeltreppe mit darunterliegendem Fischteich, Elefantenswimmingpool mit Wasserrutsche sowie einigen Bungalows zwischen Bambusstauden, die wirken, als stuenden sie im tiefsten Regenwald.

Uncle Ho

Uncle Ho

Der serioese Securitymann, der uns mit dem Boot und Auto ins Hotel gebracht hatte, erklaert uns dann, uns fuer US $ 2.000,00 nach Hanoi bringen zu koennen, da aufgrund der Landslides und Ueberschwemmungen ein Jeep noetig waere und es so schwer sei sicher nach Hanoi zu kommen. Waehrend ich und Bernie in unseren Bungalow eincheckten, handelten die anderen beiden den Securitymann auf US $ 1.000,00 runter ;) Der einzige verlaessliche Weg, zu erfahren, wie sicher die Strasse nach Hanoi sei, war wohl, bei der Botschaft anzurufen. Da diese an einem Sonntag nicht erreichbar ist, fuhren wir spaeter mit dem Taxi zurueck ins andere Hotel, um mit David und den anderen ueber den Ruecktransport nach Hanoi zu sprechen. Ohne verlaessliche Informationen kommt fuer keinen von uns eine Rueckfahrt in Frage.

Sicher im Bungalow

Sicher im Bungalow

Der Bungalow im Regenwald war wohl die interessanteste Behausung bis jetzt. Frisch und munter gings um 6:00 in den schoenen Hotelpool um dann gabs Fruehstueck. Auf einmal tauchte David und die Familie mit einem grossen Mercedes Bus auf und erklaerten uns, sie wuerden uns kostenlos mit nach Hanoi nehmen! Wenig spaeter gings schon los und es ging die matschigen und holprigen Strassen Richtung Hanoi. Die ganzen Muren waren bereits groesstenteils weggeraeumt und die Strasse war zumindest einspurig befahrbar. Nach einigen Stunden kamen wir sicher in Hanoi an und marschierten vom noblen Sofitel Metropol zu unserem bescheidenen Guesthouse. Unser Rezeptionist meinte sogar, dass wir unser Geld zurueckbekommen werden, wow!

Thank You David![/lang_de]

[lang_de]3 Tage Hanoi[/lang_de][lang_en]3 Days Hanoi[/lang_en]

August 8th, 2008

[lang_de]

Hoan Kiem Lake

Hoan Kiem Lake

Als wir endlich in Hanoi ankamen, gings natuerlich mal drunter und drueber, da sich wie immer keiner auskannte… schliesslich wurden dann alle, die noch kein Hotel gebucht hatten, ins Bamboo Star Hotel gefuehrt, wos Zimmer fuer 10 Dollar gab. Nach kurzer Ueberlegung und auch der Tatsache, das ich endlich eine Dusche wollte, entschied ich mich hier ein Zimmer zu nehmen und mir wurde mitgeteilt, ich soll doch mal ein Gratisfruehstueck zu mir nehmen waehrend mein Zimmer gereinigt wird. Nach einem Fruehstueck und ein bisserl Internetgesurfe wurde mir spaeter mitgeteilt, das mein Zimmer already taken sei ;)

Ziemlich sauer machte ich mich dann auf den Weg, um mir ein guenstiges Hotel zu suchen… Alle Hotels im Lonley Planet kann man vergessen, weil die, die da drinnen gelistet sind, mittlerweile das doppelte kosten! ARG! Nach langem Hin und Her (7 Dollar Raeume waren alles Rattenloecher) nahm ich mir dann endlich ein 14 Dollar Zimmer, welches halbwegs passabel war… Ansonsten passierte nichts aufregendes mehr, ich spazierte ein bisschen durchs Old Quarter, am Hoan Kiem Lake vorbei und schaute ein bisschen durch die Shops. Werd mir noch eine schoene Hammer & Sichel Flagge kaufen :D

Hoan Kiem Lake at Night

Hoan Kiem Lake at Night

Am naechsten Tag traf ich mich mit den 3 Oesterreichern, die nun auch in Hanoi angekommen waren und ich buchte mit ihnen eine 2 taegige Sapa Tour. Eigentlich wollte ich zuerst ja Halong Bay machen, und dann ueber Sapa nach Laos reisen, aber da in Halong Bay gerade ein Typhon wuetet, geht das so wohl nicht… Da es den ganzen Tag regnete und der liebe Onkel Ho auch keine Gaeste mehr empfing (Mausoleum von Ho Chi Minh), gabs wieder einige obligatorische Bierchen und gutes Essen (Fischfondue oder so aehnlich).

Heute (8. August 2008) gibts noch einen Relax Tag (Essen, Trinken, Shoppen, etc.) und am Abend gehts mit dem Zug und den 3 Oesterreichern nach Sapa, um dort 2 Tage zu trekken. Am Montag bin ich dann wieder in Hanoi und dann geht sich vielleicht noch Halong Bay aus![/lang_de]

[lang_de]Zitadellen von Hue[/lang_de][lang_en]Zitadellen von Hue[/lang_en]

August 8th, 2008

[lang_de]

Cyclofahrt durch Hue

Cyclofahrt durch Hue

Nach dem Check Out marschierte ich bei einer Affenhitze gegen 10:00 zum Hotel der anderen. Wir machten uns auf den Weg, uns die Zitadellen und die Sehenswuerdigkeiten in der Stadt anzuschauen… Bei der ersten Aussenmauer angekommen, liesen wir uns nicht lange lumpen, und stiegen auf das Angebot von 4 Cyclo-Fahrern ein, uns 1 Stunde lang fuer 50.000 Dong (ca. 3 Dollar) durch die Stadt herumfahren zu lassen. Die Stadt war dann doch groesser als gedacht, immerhin fuhren wir ein Zeiterl herum.

Bunker

Bunker

Zuerst zeigte er uns einen Bunker, den die Amis auf den Mauern errichtet haben, um auf die VC zu schiessen… dann gings weiter zu 2 Pagoden. Dort fing dann der ehemalige Buddhist und Kung Fu Lehrer an, uns die Haende zu lesen bzw. in unsere Zukunft zu blicken. Ich werde ein recht ungeordnetes Leben mit vielen Troubles haben, aber er wird fuer mich beten und spaeter verlaeuft die Linie in meiner Handflaeche dann geradliniger, und ab diesem Zeitpunkt fuere ich ein schoenes Leben ;)

Flag Tower

Flag Tower

Weiter gings dann zum Flagtower und der verbotenen Stadt, allerdings entschieden wir uns, diese spaeter und auf eigene Faust zu erkunden, da sie sonst beim Eingang auf uns gewartet haetten uns sicher extra Dollars verlangt haetten ;) Nachdem der Trip dann trotzdem auch 2h gedauert hatte, verlangten sie in der Tat 100.000 pro Nase, die wir ihnen dann allerdings zaehneknirrschend gaben.

Wiederaufbau der Palastanlagen

Wiederaufbau der Palastanlagen

Zur Mittagshitze gings in ein kleines Einkaufszentrum und es gab wiedermal Mittagessen beim KFC ;) Danach wurde noch etwas geshoppt und dann machten wir uns auf den Weg zur Verbotenen Stadt. Hier hat noch bis ca. 1945 der Koenig gelebt, aber die dummen Amis haben waehrend dem Vietnamkrieg wiedermal alles kaputt gemacht… Teile des Komplexes werden momentan wieder restauriert bzw. neu aufgebaut.

Nach dem Sightseeing musste ich mich eh schon sputen, da ich um 5 im Hotel sein musste, um den Nachtbus nach Hanoi zu erwischen. Auf den musste ich dann eh wieder 1 Stunde laenger warten ;) Diesmal war mein “Bett” im Bus zwar lang genug, allerdings schlief neben mir eine betrunkene 50jaehrige, die die ganze Zeit laut vor sich hin sang… so good night, sleep tight[/lang_de]

[lang_de]DMZ Tour[/lang_de][lang_en]DMZ Tour[/lang_en]

August 6th, 2008

[lang_de]

Rock Pile

Rock Pile

Wie immer gings zeitig um 6:00 los. Diesmal weckte ich um 5:45 sogar den armen Portier auf, der auf einer harten Holzbank im Vorraum des Guesthouses schlief (um die Zeit sind die meisten Vietnamesen schon putzmunter).

Khe Sanh Combat Base

Khe Sanh Combat Base

Nach dem Breakfast im DMZ Hotel gings den Highway 9 am Rockpile vorbei (hier waren ein paar Marines stationiert und konnten aufgrund des Berges prima funken). Vorbei am Ho Chi Minh Trail (Versorgungsstrecke der Nordvietnamesen und Viet Cong) gings dann zur Khe Sanh Combat Base (einer der blutigsten Kaempfe des Vietnamkrieges fand hier statt). Abschliessend gings noch zu den Vinh Moc Tunneln, sie sind aehnlich den Cu Chi Tunneln, aber viel groesser und loesen somit keine klaustrophobischen Zustaende aus. Hier lebten ganze Familien unter der Erde und sogar 17 Kinder wurden geboren.

Tunnelausgang

Tunnelausgang

Einige Ausgaenge der Tunnel fuehren direkt zum schoenen Sandstrand. Die Tour dauerte aufgrund der laengeren Fahrstrecken zwar relativ lange, war aber meiner Meinung nach trotzdem informativ und interessant. Wer am Vietnamkrieg allerdings nicht so interessiert ist, wird mit dieser Tour wohl keine grosse Freude haben :)

Als ich am Abend noch essen gehen wollte, hallte es auf einmal “Thomas” und da waren sie wieder, die 3 Oesterreicher ;) Es folgten die obligatorischen Bierchen und wir beschlossen, uns am naechsten Tag die Stadt anzuschauen.[/lang_de]

[lang_de]My Son – Hue[/lang_de][lang_en]My Son – Hue[/lang_en]

August 6th, 2008

[lang_de]

:)

:)

In der Frueh buche ich noch spontan den Nachmittagsbus (2pm) nach Hue, um abermals Zeit zu sparen. Nach dem hastigen Check Out gehts um 7:45 nach My Son (Angkor Wat in Mickey Maus Ausgabe sozusagen;). Dafuer liegt My Son in einer schoenen Berglandschaft. Ansonsten ist die Tour eher enttaeuschend, vor allem, wenn man Angkor Wat schon gesehen hat. Ausserdem verdrueckte sich nach den ersten Steinchen unser Tourguide, und wir durften den Rest selbst inspizieren. Aber gut, soviel gabs dann eh nicht zu sehen… Zusaetzlich teilt mir dann der Guide mit, dass die Tour mit der Bootsoption doch bis um 2:00pm dauert, und sich somit mein Bus nach Hue nicht mehr ausgehen wuerde. Muss ich also auch mit dem Bus zurueckfahren und hab wiedermal umsonst gezahlt :) Abschliessend warf uns der nette Busfahrer einfach bei der Busstation raus und ich musste schleunigst zum Hotel watscheln, um meinen Anschlussbus zu erwischen ;)

Hue bei Nacht

Hue bei Nacht

Zum Glueck ging sich noch eine Dusche aus und dann gings ca. 3h nach Hue. Mit meim Glueck war gleih nebender Bushaltestelle ein schoenes, 7 Dollar Guesthouse und nachdem ich eine DMZ Tour (Demilitarisierte Zone – Kriegsschauplaetze) gebuchte habe, gabs auch endlich die erste richtige Mahlzeit fuer denheutigen Tag (Shrimps + Gemuese zum selberrollen in Reispapier – ein Gedicht).[/lang_de]